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Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder von Ereignissen in unserer Pfarreiengemeinschaft aus dem Jahr 2008.

Große Spendensumme

Die Germersheimer Katholiken haben am Weihnachtsfest und in den ersten Tagen des neuen Jahres 8337,75 Euro gespendet. Die Summe setzt sich aus den Beträgen der Adveniatkollekte (3.590,59 Euro), den von den Sternsingern gesammelten 4.211,25 Euro sowie den Spenden für die Afrikanischen Missionen (351,53 Euro) und das Kindermissionswerk (184,38 Euro) zusammen. Das Geld wird an die jeweiligen Hilfswerke überwiesen, die es für die Finanzierung von Hilfsprojekten in Entwicklungsländern verwenden.

In Sondernheim spendeten die katholischen Christen für Adveniat 1.200,54 Euro. Die Sternsinger sammelten in Sondernheim 2.100 Euro. Bei der Kollekte kamen hier für die Afrikanischen Missionen 168,34 Euro zusammen.

Pfarrbrief für St. Jakobus herausgegeben

Pfarrbrief_12-2008-WEB.pdf

Zum Weihnachtspfarrfest haben Seelsorgeteam und Pfarrausschuss in Germersheim einen Pfarrbrief herausgegeben. Er enthält einen kleinen Jahresrückblick auf 2008, aktuelle Informationen zur PGR-Wahl und weiteres. Der Pfarrbrief liegt in der Kirche auf, kann aber auch hier heruntergeladen werden (pdf-Datei, 4 MB)

Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde

Einige Eindrücke vom Neujahrsempfang der Pfarrei Germersheim. Aufnahmen: Max Artinger.


(11.1.2009) Auf das neue Jahr angestoßen haben Mitglieder und Verantwortliche der St. Jakobus-Gemeinde beim Neujahrsempfang der Pfarrei am 10. Januar. Dank und Ausblick auf kommende Aufgaben bestimmten dabei die Reden und Grußwörter.

Martina Rieger, die Vorsitzende des Pfarrausschusses, lenkte in ihrer Ansprache den Blick auf die kommenden Wahlen zu Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat. Diese Wahlen finden am 8. März statt. Noch bis 8. Februar können Kandidatinnen und Kandidaten dafür vorgeschlagen werden. Martina Rieger warb für eine rege Beteiligung. Aufgabe der Gremien sei es, „gemeinsam mit dem Seelsorgerteam Maßnahmen zur beschließen, die zur Verlebendigung der Gemeinde beitragen“. Für eine gelingende Zusammenarbeit in der Gemeinde sei es „wichtig, dass von jeder Gruppierung ein Mitglied im Pfarrgemeinderat vertreten ist und seine Vorstellung einer Pfarrgemeinde mit einbringt“. Pfarrer Franz-Peter Wetzel warf einen Blick auf die  dringenden Anliegen des Verwaltungsrates: „Wenn Sie sich in unseren Gebäuden, in der Kirche und hier im Pfarrheim umschauen, wissen Sie, woran wir arbeiten müssen. Aufgaben gibt’s hier genug – und dafür brauchen wir Leute mit viel Sachverstand.“ Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen seien an den Gebäuden einzuleiten, aufgrund der finanziellen Situation der Pfarrei aber auch der Diözese sei dies alles andere als einfach. „Wir wollen uns in nächster Zeit mit dem Bistum an einen Tisch setzen und gemeinsam der Frage nachgehen, wie unsere Gebäude jetzt aussehen und wie wir sie erhalten können.“

Wetzels Dank galt seinen beiden Mitarbeitern im Seelsorgeteam, aber vor allem auch den vielen ehrenamtlichen Unterstützern in der Gemeinde. „Ohne sie alle wären wir Hauptamtliche aufgeschmissen.“ Grußworte kamen von Markus Schaile, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Germersheim, und von Pfarrer Oliver Beckmann von der evangelischen Kirche. Schaile dankte besonders für die vielfältigen Einsätze von Gruppen und Freiwilligen aus der Pfarrei zum Wohl der Bürger. Pfarrer Beckmann rief zu mehr ökumenischer Arbeitsteilung in verschiedenen Projekten auf, das „könne doch einer der guten Vorsätze sein, die man für ein neues Jahr fasst“. Immerhin, so machte Beckmann deutlich, vertreten die beiden großen Kirchen in Germersheim rund 10.000 Christinnen und Christen.

Ein besonderes musikalisches Gepräge gaben die vier MusikerInnen Marietheres Kerscher, Elke Buchner sowie Marita und Georg Kromer. Am Beginn des Abends trafen sich die Gäste des Empfangs in der Pfarrkirche, wo eine festliche Vesper zum neuen Jahr gefeiert wurde.

Die Sternsinger sind wieder unterwegs

Den Gemeindegottesdienst in Germersheim am 4. Januar feierten die Sternsinger der Pfarrei mit.


In den Medien wird ja ständig ein „Superstar“ – sei es Popstar, Fußballstar, Supermodel oder Supertalent - gesucht. Die wirklichen „Superstars“ sind uns dabei viel, viel näher – auch hier in Germersheim. Das sind die Kinder, die sich für andere Kinder einsetzen mit der Aktion Dreikönigssingen. Mehr als fünf Jahrzehnte gibt es diese Hilfsaktion nun schon – Kinder haben sie zu dem gemacht, was sie ist: die größte Hilfsaktion der Christen – weltweit! Tatsächlich sind die Kinder „Stars“, denn sie folgen im übertragenen Sinn einem Stern. Die Botschaft Jesu für eine gerechte und friedliche Welt haben sie als Licht der Hoffnung erkannt.

Die Kinder und Jugendlichen singen und sammeln für Hilfsprojekte, ihr Beispielland ist dieses Mal Kolumbien. Doch nicht nur dorthin gehen die Spenden, die von den Pfarreien zunächst ans Kindermissionswerk in Aachen, das Träger der bundesweiten Aktion ist, überwiesen werden. Weltweit werden in Entwicklungsländern Bildungsprogramme, Projekte für mehr Hygiene, bessere Wasserversorgung und Ernährung sowie Katastrophenhilfe unterstützt.

Wo die Sternsinger zu Gast waren, schreiben sie ihren Segensspruch mit der Jahreszahl 2009 und den Buchstaben C, M und B über die Türen. Damit hinterlassen die kleinen Könige keineswegs die drei Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“, sondern eine Abkürzung für „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“.

Prächtige Gewänder, Königskronen und ein Stern – so sind die Sternsingerinnen und Sternsinger in Germersheim unterwegs, gebastelt wurden diese Gewändern von den fleißigen Frauen des Bastelkreises St. Jakobus. Etwa 30 Mädchen und Jungen ziehen ab 4. Januar durch die Rheinstadt. Am ersten Sonntag des neuen Jahres werden sie im 10.30 Uhr-Gottesdienst feierlich ausgesandt.

Mehr zur bundesweiten Sternsingeraktion finden Sie unter www.sternsinger.de im Internet.


Festliche Gottesdienste an Weihnachten

In der St. Jakobus-Kirche erzählt die große Krippe das Weihnachtsgeschehen in Bethlehem.


Für viele Menschen gehört der Kirchenbesuch an Weihnachten zum Festprogramm. Die Pfarreien Germersheim und Sondernheim laden herzlich zu den besonders feierlich gestalteten Festgottesdiensten der Weihnachtsfeiertage ein. Die Gottesdienstzeiten weichen teilweise von den sonst üblichen Zeiten ab.

Kinderkrippenfeiern mit Krippenspiel gibt es um 15.30 Uhr in Germersheim und um 16 Uhr in Sondernheim. Die Christmetten finden um 21.30 Uhr in Sondernheim (mit der Singgruppe) und um 22 Uhr in Germersheim (mit dem Kirchenchor) statt. In Germersheim sind am ersten und zweiten Weihnachtstag die Gottesdienste um 9 und 10.30 Uhr wie sonst üblich. In Sondernheim sind festliche Gottesdienste jeweils um 10 Uhr an beiden Tagen vorgesehen.

Musikalisch besonders gestaltet wird der Gottesdienst am 25. Dezember in Sondernheim (10 Uhr, mit dem Kirchenchor) als auch eine Weihnachtsvesper am 25. Dezember, 17 Uhr, in Germersheim (mit der Choralschola).

Hinweis: Wer auswärts ist über die Feiertage, findet unter www.weihnachtsgottesdienste.de deutschlandweit Weihnachtsgottesdienste.


Gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen Ihnen das Seelsorgeteam, der Pfarrgemeinderat Sondernheim sowie der Pfarrausschuss Germersheim!


Erstkommunionkinder stellen sich am Ersten Advent in beiden Gemeinden vor

36 Mädchen und Jungen haben sich im Gottesdienst am Ersten Advent der Germersheimer Gemeinde vorgestellt.

(1.12.08) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Für den Ersten Adventssonntag hat dies in den Gottesdiensten in der Germersheimer Jakobuskirche und in St. Johannes d.T. in Sondernheim gleich zweifach zugetroffen: Zum einen ist der Advent die Vorbereitung auf das folgende Weihnachtsfest, zum anderen haben sich am 29. und 30. November die Kinder vorgestellt, die sich in den kommenden Monaten auf die Erstkommunion vorbereiten. Ihr großes Fest wird dann der Weiße Sonntag im April 2009 sein.

36 Mädchen und Jungen im Alter von acht oder neun Jahren aus Germersheim und 24 aus Sondernheim sind es dieses Mal, die sich auf den Weg gemacht haben, um ein Stück fester zu Jesus Christus und seiner Gemeinschaft zu gehören. Vorgestellt wurden in den  Gottesdiensten auch die Jugendlichen und Erwachsenen, die die Kinder auf diesem Weg begleiten.

Am Sonntag freute sich Kaplan Anton Tulbure über die große Teilnahme am Gottesdienst. Der Priester fand noch einen weiteren Anlass für einen frohen Gottesdienst: den Beginn des neuen Kirchenjahres jeweils mit dem Ersten Advent. Dass eine besondere Zeit begonnen hat, wurde deutlich, als die Ministranten alle Kerzen aus dem Altarraum der Kirche trugen. „Wir wollen uns auf ein Licht konzentrieren“, so Tulbure, bevor er die erste Kerze auf dem Adventskranz entzündete. „Dieses eine Licht steht für Jesus Christus.“ Mit seiner von Sonntag zu Sonntag wachsenden Zahl brennender Kerzen zeigt der Kranz, dass Weihnachten, und damit Christus, näher kommt. Einige Erstkommunionkinder erklärten den Brauch des Adventskranzes: Seine runde Form sind ein Sinnbild der Gemeinschaft, seine immergrünen Zweige ein Symbol für das Leben, das nicht vergeht.

Was es mit Advent und Weihnachten auf sich hat, wurde auch in der Geschichte deutlich, die Pastoralassistent Ralf Nico Körber und Religionslehrerin Eva-Maria Denig den Kindern – und natürlich auch den Erwachsenen – erzählten: Sie handelt von König Adventus, der auf der Suche nach der wirklichen Weihnachtsgeschichte ist, auf der Suche nach der Geschichte von Jesu Geburt in einem Stall. An den nächsten Adventssonntagen wird diese Geschichte jeweils im 10.30 Uhr-Kinder-Gottesdienst weitererzählt. Darüber hinaus wird die Geschichte von König Adventus in diesen Wochen auch in vielen katholischen Gemeinden der Pfalz und im Religionsunterricht erzählt.  

 

Großputz in der Germersheimer Kirche: Freiwillige werden gesucht

In der Pfarrkirche St. Jakobus soll eine Reinigungsaktion noch vor Weihnachten gestartet werden. (Foto: Artinger)

(8.11.08) Um zwei Anregungen aus der Gemeinde und ihren Gruppierungen umsetzen zu können, bittet der Pfarrausschuss von St. Jakobus um Mithilfe: Noch vor Weihnachten wird in der Kirche sowie in der Küche des Pfarrheimes eine Reinigungsaktion stattfinden. Damit soll die neu eingestellte, aber nur stundenweise tätige Reinigungskraft unterstützt werden. Zum Advent und vor allem zum Weihnachtsfest soll das Gotteshaus zu neuem „Hochglanz“ gelangen.

Die Reinigungsaktion wird am Freitag, 21. November, ab 14.30 Uhr, beginnen (Ende spätestens 19 Uhr). Helferinnen und Helfer werden gebeten, direkt in die Kirche zu kommen. Denn aufgrund der Raumgröße werden dort die meisten helfenden Hände benötigt, demgegenüber stellt die Pfarrheim-Küche ein eher geringeres Problem dar. Wer beim Großputz helfen will, bringt bitte sein „Werkzeug“ selbst mit: Eimer, Besen, Lappen,  Staubwedel. Sonstige Reinigungsmittel werden gestellt. Gereinigt werden sollen Boden, Gestühl, Wände bis zu einer mittleren Höhe, Figuren etc. Natürlich wird eine große Anzahl von Freiwilligen gebraucht, wer nur stundenweise kommen kann, ist aber auch herzlich willkommen. Ein kleiner Imbiss zwischendrin ist eingeplant.
Der Pfarrausschuss hofft bei der Putzaktion auf viel Beteiligung zum Wohl der Gemeinschaft.

40 Jahre Caritaszentrum Germersheim: Helfer und Lotse für Menschen in Not

Einige Eindrücke von der Jubiläumsfeier in der Pfarrkirche St. Jakobus und im Caritas-Altenzentrum Germersheim.


(2.10.08) Die Arbeit des Caritas-Zentrums Germersheim spielt sich oft im Verborgenen ab. Doch bei der Feier des 40-jährigen Jubiläums am 2. Oktober wurde sichtbar, dass die Arbeit von vielen geschätzt wird. Mehr als 100 Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft bekundeten ihre Verbundenheit mit dem Caritas-Zentrum, das sich als Anlaufstelle für Menschen in Not und schwierigen Lebenslagen versteht.

„Es hat von jeher zu den Aufgaben der Kirche gehört, die Nächstenliebe in die Tat umzusetzen“, betonte Pfarrer Franz-Peter Wetzel, der zusammen mit Pfarrer Josef Wendel und Pfarrer Harald Fleck den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakobus in Germersheim zelebrierte. „Der Glauben und das Tätigsein auf dem Glauben gehören zusammen“, machte Wetzel deutlich. Germersheim als Taufort des Seligen Paul Josef Nardini bezeichnete er als Herausforderung, aus dem Glauben heraus die Not der Menschen zu lindern. Er rief dazu auf, „mit offenen Augen durch die Gesellschaft zu gehen und nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz anrühren zu lassen.“

Bei der Feierstunde im Caritas-Altenzentrum St. Elisabeth skizzierte Karl Fischer, Leiter der Sparte Caritas-Zentren beim Caritasverband für die Diözese Speyer, die geschichtliche und fachliche Entwicklung des Caritas-Zentrums Germersheim. Das 1968 gegründete Caritas-Sekretariat war die erste Einrichtung der verbandlichen Caritas im Kreis Germersheim und damit Anlaufstelle für alle Sorgen und Nöte. Heute versteht sich das Caritas-Zentrum als Teil eines Netzwerkes und als Lotse zu den Angeboten der verschiedenen Fachdienste. Als zentrales Anliegen des Caritas-Zentrums beschrieb Fischer die Hilfe für Menschen in Armut, von der heute vor allem Familien mit mehreren Kindern und Alleinerziehende betroffen sind. „Eine Trennung der Eltern führt Kinder häufig in Armut“, erläuterte Fischer und wies darauf hin, dass Kinder aus armen Verhältnissen ein hohes Risiko tragen, auch als Erwachsene zu den Armen zu gehören. Fischer kritisierte, dass arme Familien sich das Geld für Schulmaterialien häufig „vom Mund absparen“ müssten.

Der Germersheimer Landrat Dr. Fritz Brechtel würdigte das Caritas-Zentrum Germersheim als „ideales Informationszentrum und Clearingstelle für den sozialen Bereich“. Lobende Worte fand er für die enge und gute Verbindung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Unsere Gesellschaft braucht sie, auch in Zukunft“, bedankte er sich für die langjährige Arbeit.

„40 Jahre Caritas-Zentrum, das bedeutet 40 Jahre Arbeit für die Menschen“, brachte der Germersheimer Bürgermeister Dieter Hänlein seine Verbundenheit zum Ausdruck und regte die Zusammenführung aller Caritas-Angebote unter einem Dach an. Der evangelische Dekan Rainer Lamotte überbrachte die Grüße der Beratungsstellen des Diakonischen Werks und kündigte an, dass Caritas und Diakonie die Anschaffung von drei Fahrzeugen für die Ökumenischen Sozialstationen im Landkreis Germersheim unterstützen werden.
„Unsere Tür steht für jeden offen“, machte der Leiter des Caritas-Zentrums Germersheim Michael Manz deutlich. Anhand praktischer Beispiele gab er interessante Einblicke in die Arbeit des Caritas-Zentrums. „Unser Ziel ist, niemand zum Objekt des Handelns anderer zu machen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, fasste er zusammen.

Uschi Reifenberg und Daniel Spektor von der Musikschule Germersheim gestalteten den musikalischen Rahmen der Feierstunde im Caritas-Altenzentrum. Josefine Gillet trug ein Gedicht bei. Viel Applaus erntete die Ballettgruppe der Tanzsportschule Yaroslava für ihre Darbietungen. (Autor: Caritasverband für die Diözese Speyer/Markus Herr)


Ministranten nehmen neun Mädchen und Jungen neu auf


(14.9.08) Willkommener Nachwuchs in der Germersheimer Pfarrei St. Jakobus: Neun Mädchen und Jungen wurden am 14. September in die Schar der Ministranten aufgenommen. Damit sind es nun weit über 30 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig den Dienst vor allem bei den Sonntagsgottesdiensten verrichten. Auch die Aufnahmezeremonie fand in einem Gottesdienst statt: Die Gestaltung hatten sich die älteren Messdiener mit Symbolen und Gegenständen aus dem „Alltag“ der Ministranten überlegt: So etwa das weiße Gewand, das an die Taufe erinnert, Kelch und Hostienschale für den Höhepunkt jeder Eucharistiefeier, das Weihrauchfass als Zeichen, dass alle Getauften heilig sind und dass ihre Gebete zu Gott aufsteigen und natürlich das Kreuz, das an diesem Sonntag zum Fest Kreuzerhöhung eine besondere Rolle spielte.

Kaplan Anton Tulbure begrüßte die neu aufgenommenen Ministranten im Namen von Gemeinde und Seelsorgeteam mit Handschlag. Zur Aufnahmefeier gehörte auch ein spezieller Ministrantensegen, den Anton Tulbure über die Kinder, ihre Angehörigen und Freunde herab rief. In seiner Predigt nannte der Priester das Kreuz eine Aufforderung, sich mit den anderen zu versöhnen. „Es reicht ja nicht nur, dass wir von einer Welt des Friedens träumen, sondern wir sollen bei uns selbst anfangen und damit die Welt ändern.“ Das zeigten auch die Ministranten: Sie träumten nicht nur von einer guten Gemeinschaft, sondern sie bauten daran mit. Das Kreuz sei die Erinnerung daran, wie weit Jesus Christus in der Versöhnung mit anderen gegangen ist. „Mach ein Ende in deinem Leben, hör auf, schlecht zu denken und zu reden über andere – fang neu an, dann wird dein Leben neu strahlen und ein Zeichen für die Auferstehung sein“, forderte Kaplan Tulbure die Kirchgänger auf.

Die Aufnahme der neun „Neuen“ wurde nach der heiligen Messe weiter gefeiert: Mit Spiel und Spaß in Jugendkeller und Pfarrgarten und mit gemeinsamen Grillen – denn Messdienersein bedeutet eben auch: Zusammengehören in einer großen Gemeinschaft.



Fest zu Ehren des Kirchenpatrons in Germersheim


Fünf Jakobspilger spontan miteinbezogen


(27.7.08) Erstmals seit vielen Jahren hat die Germersheimer Pfarrgemeinde St. Jakobus am 27. Juli wieder ihr Patrozinium mit einem besonders gestalteten Gottesdienst gefeiert. Darin lag das besondere Augenmerk auf dem heiligen Jakobus dem Älteren und auf einer Reliquie, die die Pfarrei besitzt. Jakobus war der erste der zwölf Apostel Jesu, der für den Glauben sein Leben ließ. Die hebräische Bedeutung des Namens Jakob erläuterte Pfarrer Franz-Peter Wetzel in seiner Predigt. Übersetzt heiße dieser Name "Gott möge schützen".

In seiner Predigt schlug Wetzel einen Bogen von der Gestalt des jüdischen Stammvaters Jakob im Alten Testament bis zur Begegnung von Jesus mit der Samariterin am Jakobsbrunnen im Neuen Testament. Diese biblische Erzählung berichtet davon, wie Jesus die fremde Frau in ein Glaubensgespräch verwickelt. Jesu Bild vom lebendigen Wasser sei in Germersheim besonders sinnfällig, so Pfarrer Wetzel: "Hier gibt es auf dem Kirchenvorplatz ebenfalls einen "Jakobsbrunnen" mit einer Statue des christlichen Heiligen. Da fühlt man sich deutlich an das Zwiegespräch zwischen Jesus und der Samariterin erinnert."Eine glückliche Fügung für den vom Arbeitskreis Liturgie mitgestalteten Gottesdienst war das Eintreffen von fünf Jakobspilgern kurz vor der Messfeier. Die Frauen und Männer aus Stuttgart sind auf dem Weg nach Santiago de Compostela, wo die Grabstätte des Apostels Jakobus ist. Sie wurden spontan in Gottesdienst und Predigt miteinbezogen. Im Anschluss an den Gottesdienst war die Gemeinde zu Kaffee, Sekt, Keksen und Kuchen in den Brunneninnenhof der früheren Klosteranlage eingeladen. Wie bereits beim Pfarrfest gefiel der Innenhof wieder durch seine einmalige Atmosphäre.