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Kontakt zum Organisten
Brauchen Sie einen Organisten für Ihre Trauung, Kindtaufe oder ähnliche Anlässe in unserer Kirche oder möchten Sie mehr Informationen zur Späth-Orgel erhalten, dann wenden Sie sich an unseren Organisten:
Michael Braun
Am Hofgraben 5 a
67378 Zeiskam
E-mail: braunrennig[a]t-online.de
Telefon: 06347/982323 (privat) oder 0173/3214397 (mobil)
Kirchenorgel St. Jakobus und ihr Organist

- Organist Michael Braun vor der Germersheimer Späth-Orgel. Bild: Steffi Mohr
Die Tageszeitung „Die Rheinpfalz - Marktplatz regional“ zeigte mit einer Artikel-Serie verschiedene Kirchenorgeln in der Region. Die Geschichte und Geschichten rund um die verschiedenen Instrumente wurden dabei genauer unter die Lupe genommen. Die Journalistin Steffi Mohr kam dazu im April 2008 auch nach Germersheim in die katholische St. Jakobus-Kirche.
Das Vorgängerinstrument der heutigen Orgel in Germersheim erbaute die Firma Link aus Gingen/Benz im Jahr 1901. Nach eingehender Beratung, die besonders den Kostenfaktor betraf, entschied sich die Kirchenverwaltung Ende der 1970- Jahre für die Investition von 175.000 D-Mark in einen Neubau. Das alte Gehäuse wurde sorgfältig aufgearbeitet und passt harmonisch zur Gesamtarchitektur der neuen mechanischen Orgel, die von der Firma Späth aus Mengen-Ennetach eingebaut wurde. Im Dezember 1977, etwa sechs Monate nach der Renovierung des kompletten Kirchengebäudes, feierte man in Germersheim die Einweihung der neuen Orgel. Leo Krämer, der damalige Domorganist aus Speyer, schrieb in einem späteren Gutachten, dass die Orgel einen „soliden Eindruck“ hinterlasse und er mit dem Ergebnis des Neubaus sehr zufrieden sei. „Möge diese Orgel der Gemeinde St. Jakobus das Lob Gottes künden und vielen Generationen eine Quelle der Freude sein“, so lauteten seine Schlussworte in dem Brief vom 8.12.1978 an das katholische Pfarramt Germersheim. Neben den jährlichen Wartungen, die auch heute noch stattfinden, ließ man in Germersheim die Orgel zum Jahreswechsel 1998/1999 einmal komplett reinigen. Das aufwändige Verfahren bei dem unter anderem alle Pfeifen einzeln gesäubert wurden, dauerte damals mehrere Tage.
Hauptorganist Michael Braun aus Zeiskam zieht mittlerweile seit über 11 Jahren die 24 Register des Instruments und lässt auf den zwei Manualklaviaturen sowie auf den Pedalen die Töne quasi „nach seiner Pfeife tanzen“. Seit dem 1.September 1997 spielt der hauptberufliche Verwaltungs- und Standesbeamte des Bellheimer Rathauses hauptsächlich an Sonn- und Feiertagen die Orgel. „Besonders gerne mag ich es an Hochzeiten zu spielen“, erzählt Braun. Die feierlichen Melodien der Hochzeitsmärsche gingen ihm „jedes Mal unter die Haut“, wie er sagt. Aber auch wenn er bei den alljährlichen Weihnachtsgottesdiensten, bei gedämpftem Licht, in der Kirche die „Stille Nacht“ anspielt, habe das etwas sehr Ergreifendes für ihn. Der 33-Jährige ist der Jüngste von vier Geschwistern und wuchs in einem Umfeld auf, das sich für die Kirchenmusik schon immer begeistern konnte. Schon als kleiner Junge bekam er von einem seiner älteren Brüder regelmäßig Klavierunterricht. Braun besuchte parallel zu seiner Schulzeit zuerst die städtische Musikschule Germersheim und später in den Jahren von 1989 bis 1992 in Landau die Außenstelle des Bischöflichen Instituts für Kirchenmusik (BKI) Speyer. Er erwarb dort das C-Examen als Organist und Chorleiter. Bereits nach einem Studienjahr am BKI übernahm er damals im zarten Alter von 15 Jahren in Eschbach den Kirchenchor und war sowohl in dieser Gemeinde als auch in seinem Heimatdorf Zeiskam als Organist aktiv. Sieben Jahre, die er auf keinen Fall missen wollte, leitete Braun den Eschbacher Chor, bevor er im Jahr 1997 vom damaligen Pfarrer Josef Wendel die Stelle als Organist in Germersheim angeboten bekam. Vor wenigen Jahren hat er sich sehr dafür eingesetzt, dass im Gesangbuch der Gemeinde ein Anhang mit neuen geistlichen Liedern integriert wurde, welche für ihn einen besonderen Anreiz und Genuss beim Spielen darstellen. Als Vorbild betrachtet er das Urgestein der Kirchenmusik Bruno Klemm, der schon seit 50 Jahren als Organist in Bellheim tätig ist. Er lebe die Kirchenmusik wie kaum ein anderer und sei als Mensch ein bewundernswerter Typ, findet Michael Braun. (mos).
